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Lesumbrok

INFO
  • Der erste Hof in Lesumbrok, "Sprotts Haus", war ursprünglich zum Teil Eigentum des Rembertihospitals in Bremen (Hospital für Aussätzige 1306). 1815 war er im Besitz der Bremer Familie Sprott, 1836 erwarb den Hof das Haus Schönebeck (v.d. Borch).

  • Heinrich Hoops schreibt:
  • Der Ort Lesumbrok ist warscheinlich von Lesum aus kolonisiert worden, wie schon der Name (Lesumbruch) andeutet; wann das geschehen, läßt sich nicht mehr ergründen; genannt wird er zuerst in einer Urkunde von 1139. Ein großer Teil der Feldmark befindet sich noch heute in den Händen von Besitzern aus dem gegenüberliegenden Preußischen".
Kirche zu Vegesack 1821 – 1921
von Diedrich Steilen

  • Lesumbrok gehörte als einzigster Aussenort zur Kirchengemeinde Vegesack. Um die Wende des 18. Jahrhunderts, als in Vegesack die ersten Selbständigkeitsbestrebungen einsetzten, gehörte Lesumbrok mit Dunge und Burg zur Kirche nach Lesum. Längere Zeit schwebende Zwistigkeiten führten dazu, die drei bremischen Gemeinden von Lesum zu trennen. Eine ausführliche Einstellung dieses Streites findet man in dem Buch „Geschichte der Gemeinden Grambke und Büren“ von Heinrich Hoops. Die Trennung der bremischen Gemeinden von der Parochie Lesum erfolgte durch Übereinkunft vom 7. Jun 1823. Während Dunge und Burg nach Grambke eingepfarrt wurden, entstand die Frage, wohin Lesumbrok anzuschliessen sei. Für einen Anschluss nach Grambke hatten die Einwohner Lesumbroks wenig Meinung, mehr schon für Mittelsbüren, am meisten aber für Vegesack.
  • Die Vegesacker waren anfänglich wenig von diesem Zuwachs erbaut; es ist mehrfach von den „aufgedrängten“ Lesumbrokern die Rede. Den Anhängern des Erweiterungsbaues der Kirche kam diese Vergrösserung der Gemeinde jedoch sehr gelegen, und sie zögerten denn auch nicht, sie für ihre Zwecke auszubeuten.
  • Nach 25 Jahren nach der Vereinigung versuchten die Vegesacker, die Lesumbroker wieder los zu werden. Die Revolution von 1848 gab ihnen den Mut, das auszusprechen, aber am 18. Mai 1849 wurde der Vorstoss von J. D. Raschen und vieler anderer Mitglieder der Gemeinde Vegesack, Lesumbrok aus dem Kirchspiel Vegesack wieder auszuschliessen, abgeschmettert.
  • Seit dieser Zeit sind ähnliche Stimmen nicht wieder laut geworden. Die Lesumbroker hatten, als sie noch zu Lesum gehörten, beim Prediger Butter zu liefern. Diese Pflicht wurde nach der Einpfarrung von Vegesack nicht von ihnen genommen, nur dass jetzt ins Vegesacker Pfarrhaus geliefert werden musste. Diese Pflicht wurde den Lesumbrokern lästig, sie baten um Befreiung dieser Abgabe. Sie begründeten ihren Gesuch damit, dass Burg und Dunge1823 den Grambker Einwohnern gänzlich gleichgestellt worden waren, sie aber mehr leisten müssten als die Vegesacker, die dem Pastor keine Butter zu liefern hätten. Es scheint, dass die Lesumbroker mit ihrem Gesuch Erfolg hatten.
  • Die Lesumbroker hatten besonders zur Winterszeit einen kaum begehbaren Weg, besonders wenn die Lesum Eis führt. Daher kam ihnen der Vorschlag des Pastor Baars gerade recht, im Schulhaus ihres Ortes Gottesdienst zu halten. Das geschah dann jährlich 6 x. Die Gemeinde beschaffte für diese Veranstaltungen ein Harmonium. Seit 1898 wurde auch die Kinderlehre in der Lesumbroker Schule abgehalten und den Kindern dadurch eine längere Schulversäumnis erspart. Wegen der Benutzung des Leichenwagens entstanden mehrfach Streitigkeiten, die jedoch stets bald geschlichtet wurden.
 

Höfe & Gebäude in Lesumbrok

Sonstige


Höfe

Von Johann Hägermann im Weser-Kurier von 1955
Von Johann Hägermann im Weser-Kurier von 1955


 


Erstellt von admin. Letzte Änderung: Samstag den 26. Oktober. 2019 13:45:37 CEST by Rainer Meyer.

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