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Lesumbrok

INFO

Die Schule in Lesumbrok


Sehr weit zurück können wir die Geschichte der Lesumbroker Schule, die so freundlich an dem höhenumrankten Ufer der Lesum liegt, nicht verfolgen. Im Bremer Archiv findet sich ein Bericht ohne Zeitangabe von Pastor Kohlmann, der um das Jahr 1823 abgefaßt sein muß. Das ist die erste zuverlässige Kunde über die Schule in Lesumbrok. Es heißt darin: „Die Schule in Lesumbrok ist im vorigen Winter mit 14 Kindern besetzt gewesen und wird Sommer und Winter von 8 – 11 und 1 – 4 abgehalten. Zu dieser Nebenschule hielt sich in vorigen Zeiten das ganze Dorf; jetzt aber ein unbedeutender Teil desselben. Für jedes Kind wird jährlich 1Rtlr. oder 1Rtlr. 6Gr. bezahlt, je nachdem der Lehrer der bei den Leuten herumspeiset und -wohnet, von welchen er Kinder unterrichtet, bedungen ist. Außer jenen Schulgeldern, Kost und Logis wird ihm nichts zu Gute gethan.“
Dieser Bericht wird von Pastor Kohlmann eingefordert sein, als damals Lesumbrok von Lesum kirchlich gelößt wurde, wobei auch das Schulwesen neu geregelt wurde. Vor 1823 wird also wohl kein Schulhaus in Lesumbrok vorhanden gewesen sein, vielmehr wird die Schule in einer gemieteten Stube abgehalten worden oder alljährlich von Haus zu Haus gewandert sein. Einige Kinder werden auch Nachbarschulen, z.B. in Lesum, besucht haben.
Als Folge dieses Berichtes baute man 1824 in Lesumbrok ein Schulhaus, allerdings so klein und jämmerlich, das man sich schon 1841 genötigt sah, ein neues zu errichten (einen Fachwerkbau mit Ziegeldach), das sich aber auch nicht lange als geeignet erwies.
So mußte schon 1872 Lehrer Harms um die Herstellung eines neuen Schulhauses einkommen. In diesem Bericht beschreibt er die alte Schulstube: für 25 Schüler sei sie berechtigt, jetzt habe er 36 und demnächst 41. Dazu liege die Schule kaum 6m von einer Brake entfernt, die schon einmal ein Todesopfer unter seinen Schülern gefordert. Und auf der anderen Seite falle der Deich steil zur Lesum ab.
Der Schulneubau wurde von der Behörde genehmigt und am 5. Dezember 1873 die neue Schule eingeweiht. Es ist die noch jetzt benutzte. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 16 560,71 Mark. Die große Schülerzahl nach dem letzten Kriege machte die Einrichtung eines zweiten Klassenraumes nötig, und so erhielt das Schulgebäude im Winter 1949 einen Anbau. Dieser neue Raum wurde in so glücklicher Verbindung mit dem alten vorgenommen und so allen neuzeitlichen Anforderungen gemäß ausgeführt, daß die Gemeinde Lesumbrok auf ihre Schule jetzt stolz sein kann.

Die Lehrer in Lesumbrok

Der erste uns bekannte Lehrer in Lesumbrok ist um 1823 Konrad Risch. Ert hat am 15. September 1823 ein Verzeichnis der Lesumbroker Schulkinder eingereicht. Nach ihm ist kurze Zeit ein Lehrer Graue hier gewesen. Dann amtierte von 1828 bis 1837 Heinrich Meuser, den wir schon an der Grambker Schule kennengelernt haben. Von seinem Nachfolger Deetjen wird erzählt, er sei ein lebenslustiger, dabei aber energischer Mann gewesen, der sich in seinen Mußestunden gern dem Fischfang hingab. Er war „ein allgemein beliebter Lehrer“. Nach mündlicher Überlieferung folgte ihm als schon alter, gebrechlicher Mann Lehrer Reiners für nur etwa 2 Jahre. Nach seinem Tode war ein Jahr lang seine Tochter an der Schule tätig. Darauf wurde A.L. Borné als Lehrer angestellt, den wir in Mittelsbüren für längere Zeit als Lehrer kennen. 1849 übernahm Lehrer Stelloh sein Amt in Lesumbrok, ein „sanfter, liebenswürdiger Charakter, strebsam und fleißig“. Ihm folte 1857 der Grambke gebürtige Joh. Bernh. Harms. Er wird als ein guter, begabter und energischer Mann geschildert. Nach seinem Tode wurde am 1. Oktober 1877 an seiner Stelle C.G. Mahnken, geboren in Truppermoor, berufen. Er war 32 Jahre in Lesumbrok tätig. Nach ihm konnte von 1909 bis 1931 Fritz Greve als Schulvorsteher die Schule verwalten. Er erwarb sich viele Freunde in Lesumbrok und setzte sich gern und eifrig für alle Gemeindeangelegenheiten ein.
Nachdem Herman Wieters zwei Jahre an der Schule tätig war, übernahm Diedrich Michaelis die Leitung und hatte sie bis 1945 inne. Seit dem Kriegsende ist Hans Zülsdorf Leiter der Schule in Lesumbrok.

Lesumbroker Schule

  • Lesumbroker Landstraße 155
    • von 1873 bis 1966 Lesumbroker Schule (vor 1873 gab es kein festes Schulhaus in Lesumbrok. Der Schulunterricht wurde in einer gemieteten Stube abgehalten; vielleicht wanderte man auch im Wechsel von Haus zu Haus. Die Kinder der Oberstufe mußten die Schule in Lesum und später die Schule in Vegesack besuchen.
    • danach Wohnhaus der Familie Reimers Böttger

  • Die erste Nachricht über eine Schule ist von 1823; es wurden damals 14 Kinder in einem großen Klassenraum unterrichtet. In diesem Jahre wechselte die Nebenschule von Kirchspielbezirk Lesum zum Bezirk Vegesack. 1824 wurde ein neues Schulhaus, 1841 ein weiteres mit Fachwerk und Strohdach gebaut. Die Schülerzahlen wuchsen, und so entstand 1872 / 1873 wiederum ein neues Schulhaus mit großem Klassenraum, das Jahrzehnte hindurch genutzt wurde; es gab aber einen Anbau. Das Haus überlebte den 2. Weltkrieg und war dann Grund- und Hauptschule. Sie wurde 1966 aufgegeben.

  • Lehrer in Lesumbrok
 

Weser-Kurier von 1962


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  • WH / Werderland und umzu

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