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Lesumbrok

Haus Harjes

aus dem Buch 'Werderland und umzu' (Seiten 72 & 73) von Wilfried Hoins, 1998
Bootsbauer Hinrich Harjes mit Frau und seinen drei Töchtern vor dem Kötnerhaus Nr. 197. Greta und Frieda H. (Zwillinge), heute 84jährig, bewohnen noch das Haus. Der prächtige Fachwerkbau beeindruckt heute noch jeden Spaziergänger.
Bootsbauer Hinrich Harjes mit Frau und seinen drei Töchtern vor dem Kötnerhaus Nr. 197. Greta und Frieda H. (Zwillinge), heute 84jährig, bewohnen noch das Haus. Der prächtige Fachwerkbau beeindruckt heute noch jeden Spaziergänger.

Kötnerhaus von 1801

Gleich nach dem Deichbogen hinter der Winkler Werft steht im Schatten von zwei mächtigen, etwa 300 Jahre alten Eichenbäumen, ein ehemaliges Kötnerhaus mit der Altnummer 24 (jetzt 197), das jedem Spaziergänger einen beschaulichen Anblick bietet. Es wurde im Jahre 1801 in Fachwerk mit unverputzten Ausmauerungen, Reehtdach mit Ulenfluchten, erbaut. In der Schwelle des Dachgiebels ist die Inschrift zu lesen:

Johann Schröder - Metta Schröder, Gott allein die Ehre.
Den 13. Oktober Anno 1801. M.S.K.

Die folgenden Besitzer des landschaftsprägenden Kötnerhauses waren Hermann Harjes (1855 - 1920) und Hinrich Harjes (1887 - 1971). Zu dem Anwesen gehörte ein kleiner Schweinestall in Fachwerk mit reithgedecktem Satteldach und verbretterten Giebeln. Er wurde 1960 durch einen massiven Steinbau ersetzt. Außer Schweinen und Gemüseanbau hielt man bis 1962 zur Eigenversorgung auch eine Milchkuh, die in einem im Haus vorhandenen Stall untergebracht wurde. Vom Eingang rechts befand sich an der Stelle des heutigen Schlafzimmerfensters die Dungtür. Zum Weiden benutzte man Pachtland von Bauer Bolland bzw. von seinem Nachfolger Buschmann. Heute bewohnen das im Inneren umgestaltete Wohnhaus die zwei betagten Töchter (83jährig. Zwillingsschwestern) von Hinrich Harjes, davon eine verehlichte Händel, sowie ihr Sohn Dieter mit seiner Familie.

Das nicht unter Denkmalschutz stehende Kötnerhaus erhielt 1971 ein neues Reithdach und außer der östlichen Giebelseite jeweils auf drei Seiten eine Gaube. Bei dieser Neugestaltung entstand aus dem ehemaligen Heuboden ein geräumiger Wohnbereich. Auf dem südwestlichen Grundstück unterhalb des ehemaligen Kötnerhauses wurde im Sommer 1997 mit dem Bau eines Wohnhauses begonnen. Die Eigentümer dieses Hauses sind Jürgen Haupt mit siner Ehefrau Carmen, geb. Händel. Beide stehen im Dienste der Freiwilligen Feuerwehr Burgdamm.

  • RM

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