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Grambkermoor

Bauernmuseum Grambkermoor

Weser-Kurier vom 26. Juli 2005

Viele Erinnerungen geweckt

INFO

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  • GRAMBKE. Manchmal passt einfach alles zusammen: Das Wetter, die Stimmung und ein Anlass, den es zu feiern gilt. So war es am Sonntag auf Haesloops Wiese, als bei einem Frühschoppen das neue "Bauernmuseum Grambkermoor" offiziell eingeweiht wurde.

 

  • Etliche Einwohner aus dem Stadtteil und umzu schauten vorbei, um bei strahlendem Sonnenschein einen Blick auf die alten landwirtschaftlichen Geräte hinter dem Gasthaus "Burger Tenne" zu werfen."Etwas über 30 Geräte" hatte Manfred Brenneke, erster Vorsitzender des Grambker Schützenvereins, im Laufe der letzten vier Jahre zusammengetragen. Das Spektrum der Maschinen ist groß und reicht von Jauchepumpe und Heulader über Waschwanne und Wagenheber bis hin zu Zweischarpflug und Saategge. In diesem Frühjahr platzierte er sie dann rund um das Vereinsheim auf der ehemaligen Wiese von "Opa Haesloop". Auf kleinen Hinweisschildern wurden Namen und vermutetes Baujahr sowie der Name des Spenders und Herkunftsort vermerkt.

 

  • Die oft schon rostigen Geräte weckten zahlreiche Erinnerungen bei den Besuchern. "Das hatten wir auch mal" oder "Die kenne ich noch", waren häufig als Gesprächsfetzen zu hören. Luise Nordhold aus Ihlpohl schaute sich gemeinsam mit ihrer Grambker Freundin Christel Smolinske das Bauernmuseum an. Besonders die "Bäuerinnenecke" fand großes Interesse bei den beiden älteren Frauen. "Meine Mutter legte die Wäsche glatt hin und ich musste immer die Kaltmangel drehen", erzählte Nordhold aus ihrer Kinderzeit. Die schwere Brotschneidemaschine mit dem gusseisernen Griff war ebenfalls eine alte Bekannte. "32 Scheiben musste meine Mutter jeden Morgen schneiden", wusste die 88-Jährige von früher. Auch Gurkenglas und Milchkanne, Waschbrett und Wäschestampfer, Spinnrad, Spindel und die uralte Sackkarre aus dem Jahr 1850 waren Inhalt lebhafter Gespräche.

 

  • Begehrtes Objekt bei den männlichen Besuchern war die Dezimalwaage. Manche Dame musste auf die Waage steigen, während die Herren der Schöpfung das Messgerät auf Genauigkeit überprüften. Allerdings hatten die Frauen Glück. Die Anzeige war verrostet, das genaue Gewicht blieb unbekannt, wenn nicht freiwillig verraten.Nach dem Erkundungsrundgang zwischen Kartoffelmuser und Kurbelmax zog es die meisten Museumsgäste an die Tische und Bänke vor dem Vereinsheim. Jetzt konnte bei Grillwurst und Fassbier der unterhaltsame Teil des Frühschoppens beginnen.

 

  • Für viel Amüsement sorgte denn auch Brennekes Eröffnungsansprache, in der er von seinen Schwierigkeiten bei der Suche nach den Geräten erzählte. "Entweder bekam ich zu hören, ‚Es gibt nichts mehr’, ‚Was willst du denn zahlen?’, oder: ‚Da muss ich erst mal meine Frau fragen." Letztere Antwort wäre ihm die Liebste gewesen. "Da konnte ich immer meinen Charme spielen lassen", juxte der Grambker ausgelassen. Für gelungene Unterhaltung sorgte außerdem die plattdeutsche Laienspiel- und Gesangsgruppe "De Pottkieker" aus Beckedorf, die in alten Trachten Liedern, Sketche und Döntjes vortrug.Mit der Resonanz zu seinem Museum war Brenneke sehr zufrieden. "Es hat guten Zuspruch gefunden", sagte er. Abgeschlossen sei das Projekt jedoch nicht, noch sei Platz für weitere Maschinen. "Notfalls überdachen wir noch mehr, auch wenn dabei wieder eine Fingerkuppe verloren geht."

 


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